Nun ja, wo fange ich an…
Vielleicht erwarten manche, dass nun eine volle Ladung Neuigkeiten kommt, ich viel zu erzählen habe, was in den letzten Tagen passiert ist. An alle, die das vielleicht denken, ich muss euch leider enttäuschen.
Ich möchte euch auf meiner Reise mitnehmen und euch an den schönen, aber auch an den schlechten Zeiten teilhaben lassen.
Die wenigen Leute, die mich gut kennen wissen, dass ich schnell aufgebe, schnell die Hoffnung verliere. Und momentan bin ich an einem solchen Punkt angelangt; nach nur 11 Tagen in Istanbul.
Ich fühle mich eingesperrt, das Areal in dem ich lebe ist ringsherum mit Stacheldraht eingezäunt, an jeder Ecke sind Wachtürme aufgestellt, Kameras im ganzen Viertel verteilt. Ich möchte in den Wald, an das Meer, das uns umgibt, aber das geht nicht so einfach wie ich es gern hätte. Ich gehe oft spazieren um zu weinen und weiß, dass ich dabei von allen Seiten beobachtet werde. Hier gibt es keine Privatsphäre.
Ich würde euch gern die anderen Gründe nennen, warum ich mich momentan sehr schlecht fühle und am liebsten wieder nach Hause möchte, aber ich weiß nicht, wer diesen Blog so liest (ich hoffe, ihr versteht was ich meine).
Klar, ich bin erst 11 Tage hier und darf nicht erwarten, dass ich in zwei Wochen bereits perfekt Türkisch spreche und mich mit jeden blendend verstehe. Wir alle brauchen Zeit um uns aneinander zu gewöhnen, was ich akzeptiere, akzeptieren muss. Dennoch steigt mir momentan alles zu Kopf…
Ich hoffe, es kommen bessere Zeiten :(
Freiheit?











